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Milben, Eiter, Allergien, können durchaus zusammenhängen |
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Man hat es sich abgewöhnt, das Pferd als Gesamtorganismus zu betrachten. Gründlich abgewöhnt. Aber gerade da, im Zusammenhang mit Eiterherden in den Hufen, da sollte man ein wenig nachdenken.
Der Organismus Pferd verfügt - genau wie wir auch - über eine immer gleich grosse Abwehrarmee, die Leukozyten, deren Anzahl von dem Futter abhängt, das Sie Ihrem Pferd geben. Diese Abwehr besteht aus Eiweiß. Da das Pferd kein Eigeneiweiss herstellen kann, hängt es eben von der Fütterung ab, wie viele Soldaten da sind.
sind eine relativ langsam verlaufende Angelegenheit, die sich über Jahre erstreckt. All diese Zeit ist ein Grossteil der Abwehr des Pferdes mit der Bekämpfung des Eiterherdes beschäftigt. Werden durch den Kreislauf kleine Eiterpartikelchen in den Organismus gebracht, dann setzt sich der Prozess auch in anderen Hufen fort. Dann wirds unter Umständen kritisch mit der Erhaltung der Abwehr-Armee.
Eiterherde im Huf führen dazu, dass für den Schutz des Rest-Pferdes nicht mehr genügend Abwehrkräfte da sind.
Es ist hochinteressant zu beobachten, dass die meisten Pferde, die nachgewiesenermassen einen vereiterten Huf hatten, durch die Jahre einen immer stärker werdenden Parasitenbefall aufweisen - für deren Abwehr sind zuwenig Soldaten da. Alle Angriffe von Schädlichkeiten, die ein Pferd (und der Mensch auch) mit gesunden, nicht vereiterten Hufen und daher mit voll verfügbarem Immunsystem steckt es locker weg: es hat keine Milben, hustet nicht, und hat KEINERLEI ALLERGIEN. Anders rum formuliert:
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pferd, das milbenverseucht ist, und/oder unter Allergien leidet, und/oder hustet
die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Pferd einen nicht erkannten Eiterherd in den Hufen hat, ist überproportional hoch.
Einen Eiterherd im Huf nicht zu erkennen, dazu bedarf es keiner Schwierigkeiten. Man sieht ihn ja nicht - aber man kann erkennen, wenn man sich selbst nicht zu gut ist, um auf das effektivste Hilfsmittel, das zur Verfügung steht, noch dazu ohne finanziellen Aufwand und ohne Risiko, zurückzugreifen: den heissen "Wickel":
2 Stück Stoff und heissem Wasser
genüben, um überprüfen zu können, ob Eiter im Huf ist. Hier wird der ominöse "Wickel" sozusagen diagnostisch eingesetzt und er irrt sich nie. In Anbetracht des Umstandes, dass diese heissen Wickel dem Pferd nicht nur nicht schaden, sondern ihm geradezu Wonnen bereitetn- es kommt zu einer völligen Muskelentspannung - ist es vom Zeitaufwand (15 Minuten am Tag) durchaus zu vertreten, ihm einige Tage hintereinander diese Wickel zu gönnen.
Er bedeutet für das Pferd "WELLNESS PUR"
Wenn ich daran denke, wieviel Kosten und Mühen man sich und dem Pferd erspart, dann ist es für mich nicht nachzuvollziehen, dass man die Wickel nicht macht. |
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