Hufschäden und Hufbearbeitung. Ein Zusammenhang.

Übersicht

Hufgalerie

Themengalerie

Kontakt

 

Das Gewebe im Huf kann man nicht

hufbearbeiten

aber man kann es ruinieren

 

Zu diesem

Thema

finden Sie hier

unter anderem

 

 

 

 

 

Vor 15 Jahren waren Hufschäden noch Hornschäden, d.h. sie spielten sich im Hufhorn ab. Es waren die Zeiten des spröden Hufes, des weichen Hufes und des mürben Hufes, die der Hornspalten und der Strahlfäule. Eiterprozesse waren auch zu finden, aber nicht in dieser Häufigkeit. Irgendetwas hat sich verändert.

 

Fritz Rödder schätzte in den 90er Jahren, dass von den in Deutschland gerittenen Pferden gut 20 % geeignet sind, ohne Eisen zu laufen. Ob in den letzten 7 - 10 Jahren sich der Pferdehufzustand  so verbessert hat in puncto Hornqualität, dass sich dieser Prozentsatz umgedreht hat? Ich habe meine Zweifel und wie die Erfahrung zeigt, berechtigte Zweifel, die eine seriöse Schlussfolgerung erlauben:

Aus den Hornschäden der 90er Jahre sind eindeutig die Hufschäden der heutigen Zeit geworden

Zu verdanken ist diese Entwicklung

 

der  vor ca. 10 Jahren neu erfundenen Barhufbearbeitung*)

die weder die Anatomie, noch die Physiologie des Pferdes berücksichtigt

und

der ?einsuggerierte? Vorstellung von Pferdebesitzern,

 dass

lahmende, aber hufschutzfreie Pferde glücklicher sind als nicht lahmende, aber beschlagene.

 

Aus eigener Beobachtung kann der Schluss gezogen werden, dass es in diesen Landen

 eigentlich nur zwei Gruppen von Pferden gibt:

 

die mit den gesunden Hufen

 und die mit den vereiterten.

 

Die zweite Gruppe ist eindeutig in der Überzahl.

 

 

*) Das Wort "Barhufbearbeitung" ist an und für sich schon widersinnig. Ein Pferd, das ohne Eisen gehen kann, nutzt sich seine Hufe zweckentsprechend ab, der Huf passt sich also der Gliedmassenstellung an. Die Aufgabe des Hufschmieds liegt darin, zu viel gewachsenes Horn zu entfernen oder - wenn zu wenig Horn vorhanden ist, dem Pferd einen Hufschutz zu geben (genauere Erläuterungen folgen noch).

 

Seit über 10 Jahren wird Ihnen von der hufbearbeitenden Informationsquelle -  insbesondere der alternativ hufbearbeitenden - nach allen Regeln der Kunst einsuggeriert, dass es selbstverständlich ist, wenn das Pferd "klamm" oder "fühlig" geht. Eine Suggestion, die so weit geht, dass dieser Zustand des Pferdes vom Pferdebesitzer selbst gewünscht wird.

 

Woher sollen Pferdebesitzer wissen, dass die Ursache für diese schweren Hufschäden genau in eben dieser Hufbearbeitung ohne Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Gewebe, das den Fuss des Pferdes ausmacht, liegt? Eine Art von Hufbearbeitung, die das Vorhandensein eben dieses Gewebes nicht zur Kenntnis nimmt. Eine praktisch durchgeführte Hufbearbeitung, die auf die schwersten Hufschäden keine Rücksicht nimmt, weil sie sie nicht kennt und damit eine Verschlechterung dieser Schäden naturgemäss nicht verhindert, sondern herbeiführt.

 

Besonders angeführt sei hier die geradezu manische Besessenheit von vielen Hufbearbeitern, eine vorhandene "Stellung" eines Pferdes unbedingt ändern zu wollen, ohne daran zu denken, dass sich der Huf - als Sockel - der über ihm vorgegebenen Stellung der Gliedmassen anpasst bzw. angepasst hat. Einen solchen Huf nach diversen theoretischen Idealvorstellungen "hinstellen" zu wollen, ist grundfalsch.

 

Ein Beispiel:

Der schiefe Huf

"Der schiefe Huf hat durch fehlerhafte Schenkelstellungen seine Symmetrie verloren. So entsteht durch Abweichungen in der Frontalebene der Huf der bodenweiten und bodenengen Stellung. Mit Abänderung der normalen Richtung des Schenkels als stützende Säule muß der Huf als Sockel desselben ebenfalls seine Form ändern. (...) Seine Form erscheint vielmehr zweckmäßig, und der Beschlag hat dafür Sorge zu tragen, daß die Anpassung der Hufform an die Schenkelstellung erhalten bleibt. (...) nehmen mit der Zeit an dieser Formveränderung auch die Weichteile und das Hufbein Anteil..."

Möller, Die Hufkrankheiten des Pferdes, S 226

 

Durch eine falsche Bearbeitung ohne Rücksicht auf Schenkelstellung und Fussachse ist mit dem Entstehen von Quetschungen und anschliessender Vereiterung des hinteren Teil des Hufes zu rechnen (zu starkes Kürzen der einen Wandhälte, zu starkes Niederschneiden der Trachten). Eine solche eiternde Quetschung wiederum hat i.d.R. die Auflösung des für die Hufmechanik unentbehrlichen Hufknorpels zur Folge (Hufknorpelfistel).  Wie gesagt, nur ein Beispiel.

 

Allgemein muss und kann festgestellt werden, dass die von den meisten Barhuf-"Schulen" geübte Praxis der Hufbearbeitung dazu führt, dass die ursprüngliche Aufgabe der Hufbearbeitung, nämlich dem Pferd seinen naturgegebenen Hornschutz in voller Stärke zu erhalten, ad absurdum geführt wird.

Das, was vermieden werden muss und verhindert werden muss,

wird durch die so alternative Hufbearbeitung bewusst (oder auch nicht bewusst) herbeigeführt:

die Schwächung des Hufhorns

 

 

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

"Die" Seite"

über den Huf

 

 

Es scheint die erste Lektion  für angehende Jünger/innen der unterschiedlichsten Barhuf-Bearbeitungs-Fraktionen zu sein, dass ein "Huffachmann" grundsätzlich einmal durch

Wegnahme der äussersten Hornwand (Glasurschicht)

&

Wegnahme der verhornten schützenden Sohlenschicht (ein nicht zu verantwortendes Vorgehen)

(Mindestwegschneidebeispiele)

zu erkennen ist.

 

Ersteres schädigt nachweislich die Hornsubstanz, aber zweiteres ist der Grund, warum Bakterien so fröhlich sind, wenn sie das Wort alternative Hufbearbeitung nur hören...

Über die Hufsohle und

all den Unfug,

der mit ihr

getrieben

wird

Es ist alles zu erklären - weil hinter allem die Logik steht

  Die Folgen einer Hufbearbeitung kann man nur im Gesamtzusammenhang des Pferdelebens sehen. Aus dieser Perspektive kann man sehen, dass ein stetiger Wechsel in der Art der heute durchgeführten Hufbearbeitung dem Pferd Schwierigkeiten beim Gehen einbringt und dem Pferdebesitzer auch.

Selbstverständlich gibt es auch verantwortungsbewusste Hufbearbeiter, die für das Barhufgehen geeignete Hufe korrekt pflegen - und Schmiede, die durch falschen Hufbeschlag ein Pferd komplett lahmlegen (siehe dazu: Intschu)

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Feststellungen wie diese sich ausschließlich auf Fakten stützten  und sich auf jede Art der Hufbearbeitung beziehen Wie ich persönlich zu den jeweiligen huftheoretisch begründeten Huf-Neu-Bearbeitungsmethoden stehe, ist ohne jegliche  Bedeutung.

 

Darüber hinaus bearbeite ich keine Hufe. Ich bin daher in der Beurteilung absolut unabhängig, da es mir völlig gleichgültig sein kann, ob Pferdehufe geschützt oder hufbearbeitet werden ('nach' wem auch immer).  Im Gegenteil. Die  ECUS-Öle werden ja angewendet, um dem Pferd wieder auf die Beine zu helfen, Hufbearbeitung nach NN wäre daher durchaus in meinem Interesse.

 

Ist es aber nicht.

 

 

 

.

.

.

.

 

 

  ZURÜCK

       zur

  HUFGALERIE

 

bitte

weiterblättern

 

ZURÜCK

zur

THEMENGALERIE

 

 

 

ECUS® -  BERATUNG & HILFE   bei  HUFPROBLEMEN             

Mag. H. Haerpfer-Horn, Haydnstraße 121, A-2333 Leopoldsdorf/Wien Tel.+43/2235/44 710, Fax: +43/2235/44 743

©opyright 2009 by Mag.H.Haerpfer-Horn, A-2333 Leopoldsdorf

 Alle Rechte vorbehalten.