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Hufknorpelfistel

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Ein typischer Anfang: Ein Trachtenspalt

 

SIE sehen einen Spalt im Trachtenbereich. Die Fachleute, an die Sie sich wenden, werden Ihnen mit allen Mitteln  (und für sehr viel Ihrer Mittel) zu helfen versuchen, den Trachtenspalt wieder zuzubekommen. Schmied. Tierarzt - ja und die Barhufbearbeitung so und so.

 

Sie werden es nur nicht schaffen,

 

Ein Trachtenspalt - entstanden wodurch immer - ist in erster Linie eines: die Einstiegsmöglichkeit der immer vorhandenen Bakterien. Nun muss man aber wissen, dass die Huflederhaut im Trachtenbereich die Hufknorpelhaut ist und dieser Teil der Huflederhaut ist für Bakterien ein wesentlich leichter zu umschiffendes Hindernis auf dem Weg zum Hufknorpel, der für Bakterien ein lohnendes Ziel ist.

 

Warum?

 

Weil Hufknorpel nicht durchblutet werden und daher über keine direkte Abwehr verfügen - sie lassen sich daher ohne Protest aufessen. Im Gegensatz zum Hufbein - dort erfolgt ein heftiger Abwehrkampf des Körpers, verbunden mit - auch für den Menschen und Arzt sichtbaren - Entzündungsvorgängen. Die Zersetzung des Hufknorpels geht heimlich, still und leise vor sich - ab und an geht irgendetwas am Kronrand auf und

wird als Hufgeschwür eingestuft, was es definitiv nicht ist

Dieses Nicht - Hufgeschwür wird u.U. auch noch aufgeschnitten,

besonders zielführendes Vorgehen, wenn man bedenkt, dass zum Zersetzungsprozess des Hufknorpels auch noch ein Eiterungsprozess der Hufknorpelhaut kommt, weil die es nun einmal nicht ausstehen kann, wenn an ihr herumgeschnitten wird. Oder es bildet sich ein sogenannter Kanal durch das Gewebe und das Hufhorn, durch den immer ein ganz klein wenig Hufknorpelüberreste samt Bekämpfungsleichen (Leukozyten und Bakterien) an Tageslicht befördert werden. Obengenannter Tragrandspalt ist oft so eine Austritt-Stelle, deswegen geht er auch oft nicht zu.

      Ein Warnsignal, das man beachten sollte!

 

Die Hufknorpel sind aber nicht im Huf alleine. Da gibt es noch andere Gewebe-Kanditaten, auf die sich so ein Zersetzungs- und Zerstörungsprozess ausdehnen können - der Strahlpolster, das Gewebe des Kronsaums (Saumband)), von dort aus in das untere Zell- und Bindegewebe des Beins. Die Huflederhaut darf man natürlich auch nicht vergessen.

HUFKNORPELFISTEL

 

 

Und SO schaut so ein Hufknorpelfistel aus:

 

Wenns über DEM Huf schon so aussieht, wie muss es dann IM Huf ausschauen:

 

 

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Bakterien sind

nicht

Ihre

persönlichen

Feinde

.Es ist alles zu erklären - weil hinter allem die Logik steht

..

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Eiter im

Huf

ist

Eiter im

Pferd

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.Es ist alles zu erklären - weil hinter allem die Logik steht

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Am Anfang dieses Prozesses steht ein Fragezeichen - woher soll man wissen, dass eine solchiger Prozess da ist?

SIE

merken noch lange nichts davon,

weil Ihr Pferd zwar schon anzeigt, dass etwas nicht in Ordnung ist -

aber es zeigt dies durch gewisse Veränderungen im Gesamtorganismus, in der Regel lange bevor es zu lahmen beginnt.

 

"Frau Haerpfer, ich sag es ganz ehrlich, ich hab nicht so wirklich an einen Eiterherd

im Huf geglaubt, da das Pferd lahmfrei ist und der Huf absolut symmetrisch

(auch die Ballen) ist und bis auf den kleinen "Hornspalt", der aber

nie weiter wuchs oder Probleme machte,  unauffällig".

 

Heute früh hatte meine Stute eine riesige Beule entlang des Kronrandes.

 

 

Einen Eiterherd im Huf nicht zu erkennen, dazu bedarf es keiner Schwierigkeiten. Man sieht ihn ja nicht - aber man kann erkennen, wenn man sich selbst nicht zu gut ist, um auf das effektivste Hilfsmittel, das zur Verfügung steht, noch dazu ohne finanziellen Aufwand und ohne Risiko, zurückzugreifen: den heissen "Wickel":

 

2 Stück Stoff und heissem Wasser

 

genüben, um überprüfen zu können, ob Eiter im Huf ist. Hier wird der ominöse "Wickel" sozusagen diagnostisch eingesetzt und er irrt sich nie. In Anbetracht des Umstandes, dass diese heissen Wickel dem Pferd nicht nur nicht schaden, sondern ihm geradezu Wonnen bereitetn- es kommt zu einer völligen Muskelentspannung - ist es vom Zeitaufwand (15 Minuten am Tag) durchaus zu vertreten, ihm einige Tage hintereinander diese Wickel zu gönnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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