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a, was denn nu?
HUFROLLE oder HUFREHE
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Ich überlasse zuerst einmal der betroffenen Pferdebesitzerin das Wort:
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Kurze Schilderung der Pathogenese bei Pferd Muthara: Seit August 2008 ging Muthara immer wieder lahm, einmal betraf es die linke Vorhand, einmal die rechte. Die tierärztlichen Anweisungen lauteten: „Boxenruhe“ und Umschläge. Trotz dieser Einhaltung trat immer nur kurzzeitig leichte Besserung ein und ein paar Tage später ging sie schon wieder lahm. Nachdem die Tierärzte keinen Koppelunfall mehr als Ursache in Betracht ziehen konnten (sie war auf Boxenruhe gesetzt) war die letzte Erklärung, dass sie unter einer akut aufflammenden Hufrollenentzündung leidet. Zur Ergänzung: ich habe ein halbes Jahr davor Mutharas Vorderhufe röntgen lassen, weil dieser Verdacht aufkam, als sie bei Ausritten selbst im Schritt immer wieder stolperte. Die Diagnose lautete damals: beginnende Hufrolle bei einem 14-jährigen Pferd. Den schleichenden Prozess versuchten wir mit Spezialbeschlag wenigstens zeitlich hinauszuzögern. Sie schien damit auch ganz gut zurecht zu kommen und was uns das wichtigste war: sie schien schmerzfrei – wie gesagt sie schien schmerzfrei.
Die seit August 2008 auftretende immer wieder kehrende Lahmheit waren den beiden hinzugezogenen Tierärzten nicht mehr erklärbar, nachdem keine Diagnose und die damit verbundenen Maßnahmen eine Verbesserung von Mutharas immer schlechter werdendem Zustand erzielten. Im November wurde dann bei ihr Hufrehe (Futterrehe) im akuten Stadium mit Hufbeinsenkung diagnostiziert. Jeden Tag machten wir perfekte Schuhe aus Spezial-Polster und setzten sie nach der Anweisung der Tierärzte auf strenge Diät und Boxenruhe. Jeden Tag wurde das Heu gewogen, Spezialcobs wurden ihr gegeben, damit sie wenigstens etwas zu kauen hatte, solange ihre Stallkameradinnen ihr Kraftfutter fraßen. Sie bekam zweimal täglich Schmerzmittel, Radikalfänger in Pulverform und homöopathische Mittel für das Darm-Milieu. Nach Freigabe des Tierarztes wurde sie Anfang Januar 2009 von den Polsterschuhen auf Spezialbeschlag umgestellt mit Silikoneinlage. Doch sie war trotz aller Maßnahmen nur noch ein Schatten des fröhlichen, neugierigen und temperamentvollen Pferdchens, das sie mal war. Mit trüben Augen und hängendem Kopf schaute sie uns entgegen.... Auch wenn wir uns darauf einstellten, dass mit einer mögliche Besserung nur über einen sehr langen Zeitraum zu rechnen ist, war ich im Januar soweit, dass ich auch in Erwägung zog, Muthara von ihrem Leiden zu erlösen. In dieser Zeit legte mir eine Kollegin die Öle der Firma Ecus ans Herz, da sie selbst schon die ersten Erfahrungen damit gesammelt hatte und begeistert war. Da bei Muthara nach Meinung der Ärzte alles angewendet worden war, was nach deren Diagnose möglich und sinnvoll erscheint, entschloss ich mich, Sie zu kontaktieren. Sozusagen mein letzter Versuch, bevor ich Muthara aufgebe...
Das erste Gespräch mit Ihnen ist mir immer noch in lebhafter Erinnerung, nicht nur, weil Sie mich mit ihrer unglaublichen Fachkenntnis beeindrucken – Sie machten mir auch Mut dahingehend, dass mein Pferd nicht das gleiche Schicksal erleiden muss wie zu viele andere Pferde, nämlich das einer falschen Diagnose über die Ursache von Mutharas Krankheitsbild. Ich besorgte sofort alle Utensilien für die Wickel, kaufte ihr Olympiafutter und begann die Wickel zu machen, das war Ende Januar 2009. Bereits am zweiten Tag der Wickel-Anwendung belastete sie zum ersten Mal die Vorderhand bei einer Drehung in ihrer Box. Es war wie ein Wunder! Die strengen Anweisungen der Tierärzte nach bestem Wissen (gescheiter dank Ihnen) und Gewissen missachtend, gab ich ihr am selben Abend eine kleine Menge an Olympia-Hochleistungsfutter, ein paar Karotten und einen Apfel. Muthara hat sich regelrecht auf das Futter gestürzt. Mit jedem Tag Wickeln und Ölen und Kraftfutter lebte sie mehr und mehr auf, es ist eine Freude dies zu sehen und zu erleben. Ihre Box ist wieder offen, sie darf mit ihren beiden Stall-Kameradinnen auf die Koppel wann sie will und soviel sie will. Sie ist wieder glücklich und lebt ihr „altes Ich“. Die geschädigten Hufe wachsen gesund und steil herunter, selbst nach erst 6 Wochen Sanierungs-Behandlung ist zu sehen, dass das Hufbein beim Herunterwachsen wieder eingebunden wird und sich die Sohle regeneriert. Dank Ihnen, liebe Frau Härpfer, Ihren Ölen und Ihrer ständigen Bereitschaft, mit Rat und Tat den Pferdebesitzern beizustehen!
Hier zwei Fotos vom jetzigen Stand: Die Hufrehe-Form wächst sich langsam aber sicher aus....
Gabi.Ungericht@swr.de |
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Der die Symptome erklärende Text folgt in absehbarer Zeit in der Themengalerie |
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