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TABU-Thema Falschinformation - Falschdiagnose - Falschbehandlung |
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Ich bin mir durchaus bewusst, dass der Inhalt dieser Seite in den Ohren vieler Pferdebesitzer einen ähnlichen Misston hervorruft wie das Kratzen von Fingernägeln an einer Schultafel...oder an einem Grabstein: man stellt die Arbeit von Fachleuten nicht in Frage. Von medizinischen Fachleuten schon gar nicht. Ich schreibe diese Zeilen auch nicht leichtfertig, sondern nach langen und sorgfältigen Erwägungen, inwieweit ich diese auch verantworten kann. Hinter mir stehen 200 Jahre Fachliteratur. 20 Jahre intensivste Auseinandersetzung mit der Materie und 20 Jahre Erfahrung. Ich übe mein Gewerbe kraft Patent aus und stehe somit ausserhalb jeglicher Interessensgruppe, die sich mit der Zeit um das Pferd und seine Hufe herum gebildet haben. Die Tatsache, dass diese Fachleute Menschen sind und sich als solche irren können, weil niemand vor eben diesen Irrtümern gefeit ist, ist mir auch bewusst*)
Nur zur Gewohnheit sollte dieses Irren nicht werden und schon gar nicht zur gängigen Praxis.
Irrtümer haben eindeutig die innewohnende Tendenz, ein Eigenleben zu entwickeln - ein recht interessantes Phänomen. Aber ein Irrtum bleibt deswegen immer noch ein Irrtum und man sollte als Pferdebesitzer Irrtümern nicht ausgeliefert sein müssen. Zuminderst nicht den gröbsten Irrtümern, aber es steht Pferdebesitzern selbstredend frei, Irrtümer zu glauben. Es liegt nicht in deren Verantwortung, wenn das Pferd "irrtümlicherweise" zu Schaden kommt. Die Verantwortung für die Folgen liegt eindeutig und ausnahmslos bei den Fachleuten, bzw. den Menschen, die sich als solche bezeichnen und vertrauend auf den Laienstatus des Pferdehalters, Irrtümer wissentlich in die Welt setzen, um sie zu vermarkten - man nennt dies auch Gewinnsucht, glaube ich und sicher nicht Tierliebe. Aber es gibt da eine Verantwortung, die noch viel schwerer wiegt als die von "erleuchteten" Sozialarbeitern und anderen Menschen, die meinen, am Huf sei etwas zu verdienen und das ist
die Verantwortung der Tierärzte, die gegen offensichtlich falsches Vorgehen nicht einschreiten.
Sie, verehrter Pferdebesitzer, dürfen mir glauben: kein anderes Tier wurde so genau unter das Mikroskop gelegt wie das Pferd. Über kein anderes Tier finden Sie so gute, tiefgehende und seriöse Fachliteratur, die selbstverständlich heute die gleiche Gültigkeit hat wie zur Zeit, in der sie geschrieben wurde. Fachliteratur aus den Bereichen der Entwicklungsgeschichte der Arten, aus der Zell-Lehre und aus der Anatomie. Man hat sowohl als Mediziner als auch als Nicht-Mediziner jede Möglichkeit, sich dieses Wissen anzueignen, um gegen offensichtliches gesetzwidriges Handeln von gewissen Personen gerichtlich vorzugehen. Warum tut man's nicht? Warum verhindert man es nicht? Warum lässt man nicht nur das Pferd, sondern auch den Pferdebesitzer allein?
Es ist nicht korrekt.
Und es ist an der Zeit, es ist schon lange an der Zeit, dass dies zur Sprache kommt. Es liegt im Ermessen des Pferdebesitzers als freier Mensch im freien Land, die Informationen anzunehmen oder auch nicht. Aber es sollte niemand behaupten können, dass sie nirgendwo geschrieben stehen.
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. Auch Irrtümer haben ihre Geschichte
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