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Was Mauke mit Eiter im Huf zu tun hat...

 

 

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MAUKE ist - veterinärmedizinisch definiert -  eine

durch Bakterien verursachte Infektion des Zell- und Bindegewebes der Haut in der Fesselbeuge

also, was hat Mauke auf dieser Seite zu suchen?

 

Ich habe mich eingehend mit dieser Erscheinung beschäftigt - erfolgreich, wie Sie an folgendem Bericht ersehen können -  und dies seit ungefähr 15 Jahren

 

 

 

 

und bin dabei auf ein merkwürdiges Paradoxon gestossen:

MAUKE ist eine uralte aus dem Volkstum stammende Bezeichnung aus einer Zeit, in der man sicher von Zell- und Bindegewebe noch nichts wusste und diese Erscheinung als eigenständiges Übel sah, genauso wie die Raspe.

 

Heute wissen die Fachleute so viel über das Zell- und Bindegewebe - und sie sehen das Übel MAUKE immer noch als ausnahmslos eigenständig an. Es ist mir während meiner gesamten Tätigkeit nicht ein Fachmann begegnet, dem aufgefallen wäre, dass zwischen Mauke und Mauke ein grosser Unterschied ist - nämlich der Unterschied, woher sie kommt und wohin sie geht:  von AUSSEN nach INNEN oder von INNEN nach AUSSEN.

 

In diesem Fall ist die Ursache für die Mauke im

darunterliegenden Zell- und Bindegewebe des Hufes

zu suchen und zu finden.

 

Wie ich darauf komme?

ERSTENS kann ich die Tatsache empirisch belegen, dass bei erfolgreicher Bekämpfung der Bakterien im Bereich des Strahlpolsters und der hinteren Wandteile, also dort, wo der Hufknorpel die Unterlage bildet(besser gesagt: die Hufknorpel bilden die Unterlagen - Mehrzahl), auch die vorher manchmal seit Jahren bestehende Mauke gleich mitverschwindet, was genau so logisch ist wie ihr Entstehen bei Beginn des Eiterprozesses in den Hufen.

ZWEITENS kann man aus der Tatsache, dass eben die jeweilige Mauke nach allen Regeln der Kunst über Jahre hin erfolglos behandelt worden ist,  den Umkehrschluss ziehen, dass der Feind nur dort besiegt werden kann, wo er auch ist - und dort kommen Antibiotika und Salberl nicht hinein: in den Hufknorpel  oder in das Strahlpolster - das können nur die vor Ort arbeitenden ECUS-Öle.

 

 

Der Ablauf liegt ganz klar vor Augen:

 

Die meisten Pferdebesitzer können sich an das Ereignis erinnern, ab dem es mit den Hufen bergab und mit der Mauke bergauf ging und dieses Ereignis war in den letzten Jahren zu 80% eine durchgeführte Hufbearbeitung, die ein Lahmen des Pferdes zur Folge hatte (2 x waren durchgeführte Operationen der Auslöser, einige Male Klinikaufenthalte  und erst 1 x eine effektive Verletzung durch einen Glassplitter). Man darf daraus schliessen, dass es dabei zu einer Quetschung der Lederhaut mit anschliessender bakterieller Entzündung gekommen ist, da ziemlich bald danach - immer in einem zeitlichen Kontext, die ersten Krusten in der Fesselbeuge erschienen oder sich ein merkwürdig aussehenden Schuppenpanzer im Bereich des Ballens bildete.

Während im Huf selbst der Abwehrkampf Leukozyten gegen Bakterien vor sich geht, nutzt der Organismus die Haut als Ausscheidungsorgan und entsorgt dort sozusagen die gefallenen Leichen in Form von festen Krusten, die natürlich noch genügend Keime enthalten, die unter gegebenen Bedingungen wie Nässe, Schmutz etc. für eine weitere Infektion der Haut sorgen.

 

Der Eiter, der im Huf bleibt, da er vom Organismus aufgrund der festen Hornkapsel nicht entsorgt werden kann, sorgt dafür, dass der Zersetzungsprozess im Hufgewebe - egal jetzt welches - immer weitergeht, manchmal langsam, manchmal schneller. Wie sich der Prozess weiterentwickelt hängt davon ab, wie die Hufe weiter bearbeitet werden. Bleibt die negative Belastung eines dafür nicht vorgesehenen Hufteils - zum Beispiel der Strahl oder die Eckstrebenwand aufrecht, dann beginnt das Gewebe im Huf abzusterben - und aus der bisher trockenen Mauke wird eine stinkende feuchte Mauke.

 

Jetzt verschlimmert sich die Situation, weil gleichzeitig zwei Bakterienfronten auf gleichem Untergrund - die Haut der Fesselbeuge - arbeiten, die aussen die Haut zerstören und innen den Huf, wobei naturgemäss viel mehr Zersetzungsprodukte (Eiter, Gewebeteilchen u.a.) anfallen, mehr, als über die Haut entsorgt werden kann. Die Entzündung zieht sich jetzt selbst ins Zell- und Bindegewebe der Unterhaut, was den Anfang einer

MAUKEPHLEGMONE

darstellt.

 

Der Huf wird in der Zwischenzeit fein säuberlich weiter zerstört. Und weiter behandelt.

 

Die Mikroorganismen führen einen höchst erfolgreichen Kampf, der - wie viele Pferdebesitzer bestätigen können und wie auch ich bestätigen kann - sehr oft, viel zu oft mit dem Tod des Pferdes endet, ohne dass man sich des Auslösers bewusst geworden wäre. Und des Zusammenhangs, was einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

 

 

 

 

Die Grafik zeigt die freie Welt der freien Bakterien, wenn sie einmal  IM Huf sind - dann liegt es in deren Entscheidung, wo sie Schaden stiften werden. Wenn Sie sich bitte die Zeichnung vom Huf ansehen: alles Farbige in ihr ist mehr oder weniger lockeres Zell- und Bindegewebe. Dieses ist für Bakterien kein Hinternis - und veterinärmedizinische Anweisungen, welches Gewebe sie jetzt befallen dürfen, können sie  immer noch nicht lesen.

 

Egal, ob es sich um Mauke handelt oder um eine Vereiterung des Kronrands:

BESONDERS GEFÄHRDET SIND PFERDE MIT LANGEM BEHANG

weil deren Besitzer ganz automatisch davon ausgehen, dass ihr Pferd anfällig für "Mauke" ist, weil Behangpferde nun einmal Mauke kriegen - was eigentlich dem Sinn und Zweck eines Behangs gänzlich widerspricht. Behangpferde leiden viel mehr an Hufschäden, die Mauke ist ein sekundäres Übel. Überprüfen Sie regelmässig das Saumband auf Veränderungen und werten Sie die jeweilig an Ihrem Pferde arbeitenden Fachleute danach, ob die das auch tun - und dies vor allem anderen. Überprüfen diese nicht als erstes den Kronsaum, wenn sie sich dem Pferd nähern, dann darf an deren Kompetenz gezweifelt werden.

 

Mauke aber ist geradezu ein Paradebeispiel für die vorgenommene "theoretische" Trennung von Pferd und Huf - und gleichzeitig ein Paradebeispiel dafür, dass man den Huf eben nicht vom Pferd trennen kann

 

Mauke ist aber auch ein Paradebeispiel dafür, wie man erfolgreich

a) den heissen Wickel und

                                            b) das

ECUS- Spezialöl XXX

 

einzusetzen bei bereits vorhandener Schädigung des Zell- und Bindegewebes des Hufes

 

anwendet

 

,

was man aber nur dann als Pferdebesitzer tun wird, wenn man bereit ist,

offensichtliche Tatsachen als solche zu sehen,

           offensichtliche Zusammenhänge zu erkennen und

                 sich den offensichtlichen Problemen zu stellen.

Was  nicht jedermanns Sache ist...

   

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