Das Hufhorn ist nicht tot. Eine ECUS Information.

 

 

 

 

 

DER PFERDEHUF

 

Was ein Pferdebesitzer darüber wissen müsste

und

was er wirklich nicht wissen muss

ferner ist sehr wichtig...

Hufaufbau

Die richtige Wandhöhe

Vorderhuf - Hinterhuf

Die Lederhaut

Die Weichteile

Wichtig für die Praxis

Seitenende

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das ALLERWICHTIGSTE in diesem Zusammenhang ist die Zurkenntnisnahme der Tatsache, dass unter dem Begriff HUF etwas anderes gemeint ist als unter dem Begriff

HUFHORN

 

 

Wie Sie sehen, bildet das Hufhorn etwa 1/10 des Gesamt-Pferde-Hufes. 9/10 des Gesamt-Pferde-Hufes bestehen aus Knochen, Knorpeln, Sehnen, Zell-, Fett- und Bindegewebe.

 

Wie Sie ebenfalls sehen können, KANN ein Pferd ohne Hornwand stehen, WENN es über ausreichend HORNSOHLE verfügt, was in diesem Fall durch den Einsatz des

ECUS-Öls

 zur Stärkung empfindlicher Hufsohlen

erreicht wurde - siehe dazu

 

Wird auf diesen Seiten vom Pferdehuf gesprochen, so wird darunter der gesamte Huf, also Hufhorn UND Zehe verstanden

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist heute nicht mehr von ausschlaggebender Wichtigkeit zu wissen, wie sich das Hufhorn bildet, wie die verschiedenen Hornschichten benannt werden, in welche Richtung die Hornröhrchen verlaufen und dass die unterschiedliche Dicke der Zotten die unterschiedliche Dicke der Hornsäulchen erklärt (das war Sache des 19. Jahrhunderts) - es ist sogar ausnehmend unwichtig. 

- aber jeder "Spezialist", der auch nur etwas auf sich hält, spricht von Hornblättchen und Lamellenstruktur, von Glasurschicht (die er auch gleich wegfräst, ein beim gesunden Huf nicht zu verantwortendes Vorgehen) und Wachstumsschicht, nicht zu vergessen die Basalmembrane, die  Blättchenkitthornschicht, undsoweiter usw.., wobei die meisten leider keine Ahnung haben, was sie mit diesen schönen Begriffen eigentlich anfangen sollen - überprüfen Sie es, lassen Sie sichs erklären. Auf deutsch.

(Es ist irgendwie vergnüglich zu bemerken, wie immer mehr des Veterinärmediziners

geheiligte lateinische Fachbezeichnungen, die auch unnötig sind,

also wie diese lateinischen Fachbegriffe immer mehr ins Hufgeschäft hinüberrutschen.)

Wesentlich wichtiger ist,

dass Ihnen als Pferdebesitzer bewusst ist,

a)

dass die Hornzellen erst dann tot sind, wenn sie vom Huf abgestossen (d.h. abgerieben) werden

dies bedeutet, dass das Hufhorn zwar keine Nerven besitzt, aber deswegen noch lange nicht tot ist

d.h.

dass das Pferd nicht erst "am Leben" anfängt mit seinem Leben

ein Begriff, den Hufschmiede und Tierärzte so gerne für die Lederhaut verwenden

sondern bereits an der Glasurschicht der Hornwand, an der äusseren mittleren Schicht der Hornsohle,

an der äusseren mittleren Schicht des Hornstrahls und unmittelbar unter dem Ballen

b)

            

die Hornröhrchen die direkte Verbindung der Lederhaut mit der Aussenwelt sind

 und durch die Hornröhrchen

Flüssigkeiten aufgenommen werden - nicht nur reines Wasser, sondern auch die Jauche*)

c)

dass die äusserste Schicht, die Glasurschicht, nicht beschädigt werden darf (z.Bsp. durch ABRASPELN),

weil dadurch der Schutz des Hufes vor Feuchtigkeitsverlust zerstört wird,

 der verhindert, dass die aufgenommene Feuchtigkeit verdunstet  und der Huf austrocknet,

 was wesentlich zur Entstehung von Hornspalten und Hornrissen beiträgt,

und zu Absplitterungen im Tragrand, die wiederum Eintrittsstellen für die Bakterien darstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pferdehuf  auf die Schnelle

 

Von aussen benannt:

der Huf fängt oben an und hört unten auf, der obere Rand heisst Kronrand,

der untere Tragerand.

Über dem Kronrand befindet sich das hornproduzierende Saumband oder auch genannt Kronsaum, das im hinteren Bereich in die Ballen, die zwischen den Trachtenwänden liegen, seinen Anfang hat.

 

Ansonsten besteht der Huf aus Wänden: vorne die Zehenwand, sie ist  am stärksten, sehr bis gar nicht elastisch.

 

Die nach hinten verlaufenden Wände werden im vorderen Teil Seitenwände, im hinteren Bereich Trachtenwände genannt: sie sind schmäler und dünner und nicht so fest wie die Zehenwandl

 

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Von der Seite gesehen nimmt die Höhe der Hornwand nach hinten allmählich ab - bei regelmässigen Vorderhufen im Verhältnis 3:2:1 (bei den Hinterhufen 2:  1 1/2 : 1): 3 für die Höhe der Zehenwand, 2 für die Höhe der Seitenwand, 1 für die Höhe der Trachten (an den Hinterhufen wie genannt).

 

Ein sehr wichtige Grundinformation, über die man als Pferdebesitzer unbedingt Bescheid wissen muss

Sie sind die Normwerte für die Beurteilung,

"ob das Pferd steil oder nicht steil, flach oder nicht flach"

dasteht

Zwischen Vorderhuf und Hinterhuf

besteht insofern ein Unterschied, dass der hintere Teil des darübergebauten Pferdes zum Eingreifen in den Boden und zum Vorwärtsschieben des Körpergewichts bestimmt ist und der vordere Teil zum Auffangen der Körperlast.  Dies hat Auswirkungen bis auf den Bau der Knochen der jeweilig dazugehörenden Füsse - die Röhrenknochen, also die Mittelfussknochen des Pferdes der Vorderhand sind queroval, die der Hinterhand kreisrund und damit tragfähiger, was wiederum auf das Gesamtgewicht der Knochen Auswirkungen hat und natürlich auf den Bau der daran hängenden Zehenknochen, wozu das Hufbein nun einmal gehört. Die hinteren Hufe sind demzufolge etwas schmäler und zierlicher als die Vorderhufe und haben beim gesunden Pferd eine stärkere Sohlenwölbung.

Es fällt nun einmal leichter, sich mit einer Spitzhacke in den Boden einzuklinken als mit einer Schaufel.

Hufschmiede pflegen diesen Unterschied zu berücksichtigen, darum gibt es ja Eisen für die Vorderhufe und andere für die Hinterhufe - wenn nicht, dann sind es keine guten Hufschmiede ODER die Form der Hufe hat sich durch menschliche Hilfe verändert. Ob dies auch die anderen Berufsgruppen der hufbearbeitenden Branche berücksichtigen, kann ich leider nicht sagen.

*) siehe dazu: Gutenäcker-Moser, Die Lehre vom Hufbeschlag. Seite 32 ff. - es wurde alles vermessen, jeder Milimeter am Pferdekörper

 

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Die Lederhaut - "das Leben"  hat besonders viele Namen - sie hat auch einige Aufgaben. Sie ist die Verbindung zwischen Hufhorn und Huf (s.o.).

 

Im Bereich der Hufzehe liegt die Lederhaut zwischen der Hornwand und dem Hufbein:

Die Beinhaut/Lederhaut funktioniert also sozusagen im Doppelpack: nach innen ist sie der gut durchblutete und mit Nährstoffen versorgte, mit sehr vielen Empfindungsnerven durchzogene Mantel des letzen Zehenknochens, nach aussen zu ist sie die Erzeugerin des jeweil benötigten Hufhorns in der jeweils benötigten Stärke in der jeweils benötigten Qualität.

 

 

 

 

 

 

 

 

In den hinteren Hufbereichen fungiert die Lederhaut ebenso, nur mit einem anderen Partner: mit der Knorpelhaut.

Iim Bereich der auslaufenden Seiten- und Trachtenwände wird als Untergrund kein Knochen benutzt, sondern Knorpel (Hufknorpel, rechts und links), die Hornwand dort hat demnach einen viel elastischeren Untergrund, ist auch nicht so stabil und tragfähig wie die Zehenwand.

Elastischer muss dieses Horn deshalb sein, weil sich das im Huf befindende Gewebe definitiv umfangmässig verändert - die "hochtheoretisierte" Hufmechanik. Es ist eine Frage der Fähigkeit, unter Druck nachzugeben - Die Aufgabe der Trachtenwände heisst "nachgeben".

Fault der Hufknorpel weg - was relativ schnell sein kann - dann ist der Untergrund für die Trachten-Hornwand weg und die rollen sich dann ein.

 

Aufbau des Hufes im hinteren Bereich. ECUS informiert.

 

Wir sehen, der hintere Hufteil ist weniger stabil als der vordere und daher auch wesentlich anfälliger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeder "Fachmann"  (obwohl heutzutage bin ich mir nicht mehr so sicher) wird Ihnen erzählen, dass das Pferd das Hufhorn zum Schutz der so empfindlichen  "Weichteile" des Hufes hat - und so steht es auch überall geschrieben. Haben Sie sich schon einmal überlegt, was das eigentlich sind, die

so empfindlichen WEICHTEILE des HUFES??

 

Für mich ist das Wort "Weichteil" im ganzen Hufbereich das unglücklichste aller Benennungen, verbindet man doch damit den Begriff "weich". Die HAUT fällt im Normalfall nicht darunter. Die Knochenhaut schon gar nicht.  Dieses Wort ist für Pferde vor allen Dingen in den letzten 10 Jahren ein lebensgefährliches Wort geworden und bildet zusammen mit den Begriffen Harthorn, Weichhorn, Belastung, Durchtreten und ähnlichen Begriffen ein undurchdringliches Durcheinander, das von sogenannten Hufexperten gnadenlos ausgenutzt wird - falls sie selbst dieses Durcheinander überhaupt verstehen (was ich, um ehrlich zu sein, bezweifle).

Der Begriff "Weichteil" umfasst

alles Gewebe im Huf des Pferdes - ausgenommen das Hufhorn (sowohl Harthorn wie auch Weichhorn) selbst

Unter diesen Begriff fallen demnach

die LEDERHAUT, das Hufbein, der Hufknorpel, das Strahlpolster, die Sehnen, die Gelenke und

alles Füllgewebe.

Der Begriff Weichteil  unterscheidet sich auch vom Begriff "das Leben"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Leben - wie die Huffachleute zarteren Gemüts die Lederhaut auch nennen, bezeichnet nur Haut, die hochempfindliche und gut durchblutete Lederhaut. "Das Leben" gehört demnach auch zu den Weichteilenl

"Das Leben"  ist  eine fast noch blödere Benennung im Bereich des Hufes.

Auf jeden Fall ebenfalls ein sehr irreführender Begriff, da man damit die Vorstellung verbindet,

 

1.)das Hufhorn sei durch und durch tot, was nicht stimmt und

2.)dass Huffachleute überall dort, wo es offensichtlich im Moment nicht weh tut, ungestraft und für sich ohne Folgen herumschneiden können

was auch nicht stimmt, ganz im Gegenteil. Aber dieser Punkt wird auf jeden Fall hier noch genauer erörtert werden, ist er doch wesentlich für die Existenz dieser ganzen Homepage ().

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS WICHTIGSTE  FÜR DIE PRAXIS ABER IST:

 

Ein Pferd hat sein Leben lang die gleichen Hufe hat. Es kann seine Hufe nicht tauschen. Schäden an den Hufen bewirken Folgeschäden an den gleichen Hufen, die wiederum zu  akuten Schäden führen. Zu den Schäden, vor denen Sie gerade stehen.

 

Dies bedeutet, dass es nicht ausreichend ist, sich im jeweiligen Ernstfall auf den einen Schaden bzw. den Versuch, ihn zu beheben,  zu beschränken - man muss den jeweiligen Entwicklungsprozess des Pferdes  - und zwar über Jahre - miteinbeziehen. 

 

Daraus folgt eine alte, eiserne Regel:

Einen guten Fachmann - sei es aus dem verterinärmedizinischen, sei es aus dem hufbearbeitenden Bereich - erkennt der Pferdebesitzer daran, ob jener sich  - BEVOR er an den Hufen irgendetwas macht - nach dem bisherigen Gesundheits- oder Krankheitszustand Ihres Pferdes erkundigt*)

Tut er dies nicht, so kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der dieser Hufbearbeitung/Hufbehandlung nachfolgende Schaden grösser ist als der jetzt vorhandene.

 

*)Dies gilt vor allen Dingen für Hufbearbeiter/innen, die unbedingt die Stellung Ihres Pferdes ändern wollen!

 

 

 

Bei der Abmischung der jeweils benötigten

 

ECUS-Öle

 

wird dieser Forderung selbstverständlich Rechnung getragen -

IHR

Pferd hat andere Probleme wie ein anderes und aus anderen Gründen.

 

 

Aber eines sei angemerkt: Wenn der Grund für den Hufzustand in der Hufbearbeitung liegt - und Sie ändern diese nicht, dann können auch die ECUS-Produkte nicht das tun, wozu sie da sind: helfen.

 

 

 

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