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Warum aus einem Pferd niemals ein

trachtenfussender Sohlengänger gemacht werden kann -

von wem auch immer...

 

 

 

 

SOHLENGÄNGER - ZEHENGÄNGER - ZEHENSPITZENGÄNGER

Keine Spitzfindigkeiten, sondern notwendige Information zur Vermeidung von Fehlern

 

 

Ein Pferd ist nun einmal kein Tintenfisch. Es hat ein Skelett, sein Gewicht wird von Knochen getragen. Man sollte daher als Pferdebesitzer davon ausgehen können, dass die Fachleute, die sich mit eben dem Pferd auseinandersetzen und damit ihr Geld verdienen,  sich mit der Anatomiie, also den statischen Grundlagen auskennen. Natürlich haben Tierärzte das Problem, dass es so viele Tiere gibt - deswegen gibt es wahrscheinlich auch so viele Tierärzte, aber wenn man sich als "Pferdespezialist" bezeichnet - und dies tun ja nicht nur Tierärzte - dann müsste man über den Bau der Knochen des gesamten Pferdes Bescheid wissen oder zuminderst über den Bau seiner Füsse.

 

Wir leben - Gott sei Dank - in freien Ländern, in denen man grundsätzlich eines nicht muss: müssen. Man muss nicht wissen. Nicht auf dem Gebiet der Pferdekunde. Aber man sollte zuminderst wissen - als Fachmann - worauf und womit das Pferd steht und geht. Pferdebesitzern ist aber dringlich anzuraten zu wissen, 

wo  eigentlich der Pferdefuss an den so alternativen "Hufbearbeitungs-Erfindungen" samt vet.med.Unterstützung ist

 

Die Folgen einer speziellen Hufbearbeitung nach NN, bei der alles Gewicht auf die Trachten und den Strahl gelegt wird, sind nicht mehr zu rechtfertigen: Hufkrebs allerschlimmsten Ausmass, Saumbandvereiterungen, Einstellung der Hornproduktion, kranke Pferde, tote Pferde.

Darum habe ich hier das Thema "Sohlengänger - Zehengänger - Ballengänger" ziemlich eingehend erörtert. Sie - als Pferdebesitzer - müssen einfach wissen, worauf Sie sich da einlassen.  Dass da ein gravierender Unterschied ist, entgeht so manchem Kind:

 

Also Trachtenfußung ist ganz logisch, einfach weil es natürlich ist.  Menschen setzen auch erst mit der Ferse auf und rollen dann nach vorne ab....
Wichtig ist, dass das Bein des Pferdes genug Zeit hat, um nach vorne zu kommen und gerade aufkommt, dann muss sich der Winkel nämlich nicht mehr ändern wenn mehr Last aufgenommen wird...(hoffe das ist halbwegs verständlich erklärt

 

Jedenfalls funktioniert die Stoßdämpfung viiiiell besser, wenn eine TRACHTENLANDUNG vorhanden ist, weil der Fuß durchgestreckt ist.

 

 Der Text ist wortwörtlich zitiert - ich möchte jedoch das Forum hier nicht nennen.

Bei Anfragen gebe ich natürlich gerne Auskunft

 

 

 

 

 

Ob dies verständlich erklärt ist, entzieht sich meinem Wissen, aber eines ist es sicher -

grundfalsch.

 

Es ist die "Scheinlogik"  der Darstellung des Bewegungsablaufes, - der  mit dem Belastungsablauf verwechselt wird - die dieses Gewäsch so gefährlich macht.  Man ist als Pferdebesitzer nicht verpflichtet, beim Anhören sich die anatomischen Gegebenheiten der Landlebewesen stets vor Augen zu halten, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass alle Huferkrankungen, von der Hufrollenentzündung bis zur hohlen Wand,  ihren Ursprung in diesen "neuen" Erkenntnissen und der dementsprechenden Hufbearbeitung haben,  bei deren Durchführung vergessen wird, dass sich die Natur schon etwas dabei gedacht hat, wie ein Pferd steht und geht, ohne dabei Schaden zu nehmen.

 

 

 

 

 Ich bezweifle,

ob die Vertreter dieser Ansicht überhaupt wissen,

worauf sie selbst stehen

und wie sie selbst gehen

können.

 

 

"Beim Gehen wird dem Körper durch die Streckung des hintenstehenden Beins ein Stoß nach vorwärts in der Geh-Richtung erteilt.

Danach muss aber dieses Bein, währen das Körpergewicht vom andern Bein (Standbein oder besser: Stützbein) getragen wird,

wieder nach vorn geschwungen werden (Schwungbein)

Im ganzen ist das Gehen ein äusserst verwickelter Vorgang,

ein Zusammenspiel zahlreicher Faktoren (Schwerkraft, Massenträgkheit, Beschleunigung, Muskelkräft u.a.)

die bei harmonischem Zusammenwirken den guten, fliessenden Gang geben....."

Brockhaus, Gehen...

 

 

 

 

 

Man hat beim "Neuerfinden" des Pferdefusses im Sinne

 der "wissenschaftlichen Hufbearbeitung" auf einige wesentliche Punkte vergessen, zum Beispiel diesen:

die Natur hat selbst unveränderbare Voraussetzung geschaffen, die eine Neu-Erfindung des Pferdehufes verhindert

und das ist der Bau der Knochen. Es gibt da nämlich einen Unterschied zwischen

 

SOHLENGÄNGER - ZEHENGÄNGER - ZEHENSPITZENGÄNGER

 

 

WAS ist WER und WO liegt  der Unterschied

 

Bei allen Wirbeltieren - dazu gehört  auch der Mensch - besteht der Fuss, also der Endabschnitt eines Gliedes.

aus der Fusswurzel, dem Mittelfuss und den Zehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SOHLENGÄNGER

(Mensch, Affe,

Bär, Dachs)

Zehenglieder

hintreinaner

 

Sie, als Mensch, sind  Sohlengänger -

 

aber Sie sind es nicht allein.  Die Affen (wissenschaftig: Primaten), der Dachs und der Bär gehören auch dazu .Sie haben als Schutz die Zehen- und Fingernägel, Dachs und Bär die Krallen.

 

Sie verbringen die meiste Zeit Ihres Lebens sitzend oder liegend (selbstverständlich gibt es da wahrscheinlich auch Ausnahmen). Sie essen alles, können sich aber von Pflanzen allein auch ernähren.

 

Ein wesentlicher Punkt ist, dass es für SIE

eindeutig ermüdender ist, auf Ihren Füssen zu

stehen bzw. zu gehen, als auf einem gewissen

Körperteil zu sitzen oder einfach zu liegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZEHENGÄNGER

(fast alle Jagdtiere,

 Hund, Kaz)

Ihr Hund und Ihre Katze

sind ballengehende Zehengänger

 

Der Zehengänger berührt den Boden nur  mit  allen Gliedern der Zehen. Die Mittelhand wird zum Gehen nicht eingesetzt. Das Fusswurzelgelenk ist etwas höher angesetzt. Zehengeher haben Krallen zu ihrem Schutz. Man muss sich nur die Zeichnung anschauen: irgendwie ist das die Grundstellung des Jägers. Bereit zum Sprung. Wenn der Sprung nicht notwendig, dann setzen wir uns schnell nieder, um sofort anschließend auf den 4 Pfoten hoheitlich zu ruhen. Kazkaz und Hund sind so typische Vertreter. Ihr Sprungvermögen ist in der Regel gewaltig (Feldforschungen im eigenen Haus haben ergeben, dass zum Beispiel bei der Spezies KAZKAZ dieses Sprungvermögen eindeutig mit zunehmender Leibesfülle etwas abnimmt). Zehengeher können  mühelos ihre Lage ändern. Die hier eingeordneten Arten sind grösstenteils Fleischfresser, die jedoch Pflanzennahrung auch nicht verschmähen.

 

Eigentlich verschmähen sie überhaupt keine Nahrung...

 

 

 

 

 

 

 

 

Einhufer

 

 

 

Paarhufer

Huftier Kuh)

ZEHENSPITZENGÄNGER

(Wiederkäuer, Pferd)

Das Huftier, in der Vorzeit Duster,

Bedurfte nicht des Schmieds als Schuster

 

Denn in der ersten Daseinsstufe

Hattsje fühf Zeh'n--und keine Hufe.

 

Die Welt war steinig und ward dornig

Die Zehennägel wurden hornig,

 

Und drei davon, wie jetzt zu schauen,

Verkümmerten zu Afterklauen

Das Rind mußt viel im Feuchten gehen -

Das tat es besser auf zwei Zehen.

 

Und weiter triebens noch die Pferde:

Sie stehn mit einer auf der Erde.

 

Paarzeher heißen drum die ersten -

Und Wiederkäuer sind die mehrsten -

 

Die anderen hat ein Wortverdrehen

Genannt, entsprechend, Unpaarzeher

Eugen Roth, Tierleben. S 33

 

 

 

 

 

Das Pferd ist also ein  (Zehen)Spitzengänger

                                       

Das Pferd hat sich entschlossen, alle seine Gliedmassen  ausschliesslich zum Laufen zu nutzen, also nicht damit zu arbeiten, nach etwas zu greifen, oder etwas zu halten. Es wollte auch nicht auf Bäume steigen und schon gar nicht wieder runter. Es gehört zur grossen Gruppe der HUFTIERE, die den Erdboden - oder welch Untergrund immer - nur mit der ZEHENSPITZE berühren. Ihr gesamtes Gewicht lastet auf dem jeweils letzten Zehenknochen, dem Hufbein. Deswegen HÖRT man ja das Pferd, wenn es auftritt - im Gegensatz zum "Ballengeher" Hund. Dafür mussten einmal die Knochen ein wenig umstrukturiert werden, die des Fusses nämlich - sie sind hier übereinander angeordnet

 

 

Es gibt in der Jetztwelt gewisse Arten, die nur im weiteren Sinne hier zuzuordnen sind (Klippdachse, Elefanten, Seekühe ) HUFTIERE i.e.Sinn sind  Paarhufer und Unpaarhufer, wobei die Paarhufer eine besonders grosse Familie bilden (alle Wiederkäuer, d.h. Rind, Wild etc., Antilopen, Elch, ja, und die Schweine gehören auch zu den Huftieren, genauso wie die Schafe und Ziegen) . Alles hat sich dafür angepasst - Muskeln, Sehnen, Knochenbau, Verdauung, Atmung und der Bau seiner Füsse, die mit Horn geschützt wurden . Das Gewicht seines Körpers wird auf die geringstmögliche Fläche verteilt - auf den Tragerand der Hornwand.

 

Seine Fussknochen sind nicht hintereinander, sondern übereinander gereiht.

Ein Pferd kann daher von keinem Hufbearbeiter der Welt zu einem Sohlengänger gemacht werden.

 Eine unveränderbare Tatsache.

Wird etwas anderes behauptet,

dann wird gelogen oder nicht gedacht.

Eins schlimmer als das andere.

Werden die Hufe eines Pferdes auch noch unter diesen falschen Annahmen  bearbeitet,

dann hat dieses Vorgehen unweigerlich für den Huf- und Bein- und Gesamtpferdebereich unmittelbare negative Folgen.

 

 

 

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