STRAHLFÄULE
Strahlfäule ist ein sehr häufiges Übel, das
ironischerweise deshalb auftritt, weil das Strahlhorn die Beschaffenheit hat, die es zur Erfüllung seiner Funktionen
benötigt: seiner Elastizität. Und elastisches Horn ist naturgemäß weich:
Die Nachgiebigkeit des Strahlhorns ist
die wesentliche Voraussetzung
für das einwandfreie Funktionieren des
„Schutzorganes“ HUF –
Diese Nachgiebigkeit aufgrund seiner
weichen Konsistenz macht den Hufstrahl jedoch
zum Angriffsziel seiner gefährlichsten
Feinde:
BAKTERIEN -
das stimmt nicht ganz, wie ich heute
etwas fassungslos zur Kenntnis nehmen musste:
MENSCHEN sind für die Bakterien eine
ernsthafte Konkurrenz geworden
hufbearbeitende Menschen
Der gesunde Hornstrahl verfügt jedoch über mehr
Widerstandskraft, als man denkt. Gesundes Strahlhorn, das auch über
ausreichende Stärke verfügt, wird selten Opfer eines Bakterienbefalls. Aber
wenn dieses gesunde Strahlhorn zu häufig den schädlichen Einwirkungen von
Feuchtigkeit, Schmutz, Ammoniak u.ä. ausgesetzt wird oder aber durch zu
geringe Durchblutung der Lederhaut aufgrund mangelnder Bewegung nicht mehr in
ausreichender Stärke und Qualität produziert werden kann, dann beginnt es
diese Widerstandsfähigkeit zu verlieren, es wird zu weich, wird fetzig, rissig und zerklüftet.
In diesem Zustand kann das Eindringen von
Fäulnisbakterien kaum mehr verhindert werden. Das Strahlhorn beginnt sich zu
zersetzen: die Strahlfäule hat
begonnen.

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