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"HUFSOHLE"

 

 

   

Die Hufsohle hat unter der fachlichen Sezierung des Hufes am meisten gelitten -was schon damit anfängt, dass der Begriff Hufsohle genaugenommen etwas anderes ist als der Begriff der Hornsohle.

Die Hufsohle ist die gesamte Lauffläche eines Pferdebeins,

schliesst demnach die Hornwand, die Hornsohle und  den Hornstrahl mit ein.

 

Das Hauptgewicht wird von der vom  Hufbein gebildeten Hornwand - bzw. deren Unterseite, dem Tragrand getragen,

Zu seinem eigenen Schutz gegen Unebenheiten von unten produziert das Hufbein das Sohlenhorn gleich mit.

Über  dem Hornstrahl hingegen ist der hochelastische Strahlpolster zu finden -

und die Sehne

deren Hauptaufgabe darin liegt, den Pferdefuss zu bewegen,

Über dem Hornstrahl liegt auch das sonstige Gewebe des Pferdebeines inklusive der blutzuführenden Arterien.

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Um das Wort HUFSOHLE tanzt unablässig das Wörtchen HUFBEARBEITUNG herum

Sie ist ja der Arbeitsplatz einer ganzen Berufsgruppe

 

Vor 10 Jahren war nur eine Berufsgruppe dort beschäftigt: der Hufschmied, ein jahrhundertealter ehrenwerter Beruf, alles nur nicht unfehlbar, aber sich seiner Grenzen bewusst. Seine Aufgabe lag darin, einen gesunden Huf gesund zu erhalten. Heutzutage kann man dies nicht mehr so klar definieren. Die Grenzen verschwimmen ein wenig mit Berufsgruppen, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, durch theoretisch fundiertes, ich glaube in 14 Tagen erworbenes Wissen geleitet - gelernt auf einer oder anderen Schule, die dieses Wissen verkaufen - ausgebildet in erster Linie in Eigenregie (was in meinen Augen einer Vivisektion gleichzusetzen ist) -die nur eine Bestimmung kennen:

praktisch durchgeführte Hufbearbeitung beim unschuldigen Pferd eines unschuldigen Pferdebesitzers

Hufbearbeitung nach NN, Hufbearbeitung nach MM, Hufbearbeitung nach SS oder XX .....nach wem auch immer: sie haben eines gemeinsam, die Anbetung ihrer Meister, deren Anbetungswürdigkeit ich allerdings in Frage stelle. Soweit ich das beurteilen kann, schwimmen 3 dicke Fische im Teich: der eine macht das Pferd zum ballengehenden Trachtenfusser, der andere macht aus dem Zehenspitzengänger Pferd -

 siehe dazu mehr

einen Sohlengänger und der dritte Karpfen kam sogar über den grossen Teich geschwommen, beladen mit Erfahrung aus der Mustang-Hufbearbeitung (das allein ist Widerspruch pur: entweder ist man Mustang und sieht keinen Hufbearbeiter oder man ist kein Mustang - dann kann auch nicht danach gearbeitet werden, abgesehen davon, dass Pferde in unseren Breiten keine Mustangs sind - und auch kein Hundefutter, wie in Amerika üblich). Ich habe an anderer Stelle schon auf die Problematik einer falschen Hufbearbeitung hingewiesen

siehe dazu mehr

hier sind die Informationen eher allgemein gehalten - mit einer Ausnahme:

Es sei hier ausdrücklich auf die Folgen einer Art der Hufbearbeitung hingewiesen, durchgeführt von Leuten, die die Hufe der Pferde so beschneiden, dass deren Körperlast vom Strahl getragen wird - als ballengehende Trachtenfusser:

 

 

"

Also Trachtenfußung ist ganz logisch, einfach weil es natürlich ist.  Menschen setzen auch erst mit der Ferse auf und rollen dann nach vorne ab....
Wichtig ist, dass das Bein des Pferdes genug Zeit hat, um nach vorne zu kommen und gerade aufkommt, dann muss sich der Winkel nämlich nicht mehr ändern wenn mehr Last aufgenommen wird...(hoffe das ist halbwegs verständlich erklärt

 

Jedenfalls funktioniert die Stoßdämpfung viiiiell besser, wenn eine TRACHTENLANDUNG vorhanden ist, weil der Fuß durchgestreckt

 ist.

 

 

Original aus einem Forum zitiert, das ich hier nicht nennen möchte - bei Interesse bitte ich um eine dementsprechende mail.

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Ich muss Sie ausdrücklich auf die Folgen dieser Art von Hufbearbeitung hinweisen:

"

 

 

ES KANN  NICHT SEIN,

DASS ELASTISCHES GEWEBE,

also Gewebe, dass sich bei Belastung verändert und

NACH DER BELASTUNG AUTOMATISCH WIEDER IN SEINE ALTE FORM ZURÜCKKEHRT

und demnach keine eigene innere Stütze hat -

dass dieses Gewebe UNUNTERBROCHEN  mit dem

Körpergewicht des Pferdes BELASTET wird,

indem die Eckstrebenwände geschwächt werden, die Eckstrebenwinkel durchgeschnitten werden

und das Pferd als trachtenfussender Ballengeher hingestellt wird

wie es lt. einer Hufbearbeitungsschule NN "gelehrt" wird

Eine solche ununterbrochene Belastung dieses Gewebes

das  über zighunderttausende von Jahren hinweg zur optimalen Stossbrechung

UND zur Förderung der Huf-Durchblutung entwickelt wurde,

führt UNWEIGERLICH zu schwersten DRUCKSCHÄDEN  im Huf- und Beinbereich

die ebenso unweigerlich zu Eiterungsprozessen führen

UND

zu schweren Störungen in der BLUTZIRKULATION des Hufes und des Beines

 

Wie Leisering gesagt hat, im Jahre 1856:

Der Huf ist ein Organ,

"das sich unangemessene Eingriffe und naturwidrige Behandlung

nicht ungestraft gefallen läßt."

Leisering-Hartmann, Der Fuß.des Pferdes

 

SO können Folgeschäden natürlich auch formuliert werden. (Fast) irreversible Folgeschäden.

 

.Stellen Sie sich vor, vor Ihnen steht eine Holzsäule und eine aus  Schaumgummi. Worauf würden Sie sich stützen?

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Die anderen beiden Fische im Hufbearbeitungsteich sind unter Umständen auf jeden Fall  auch zu hinterfragen.

 

Es liegt eine gewisse Sinnlosigkeit in der Bearbeitung von Barhufen.

Warum, wird auf einer eigenen Seite erklärt werden (werden).

Hier nur die wichtigsten Aspekte, an die ich Sie bitte zu denken, bevor Sie aus

Ihrem glücklichen Pferd ein nicht ganz so glückliches machen lassen:

 

Dass das Horn der Hornwand das festeste und widerstandsfähigste des Hufes ist und das am kompliziertest gebauten, wurde bereits erwähnt.. Schließlich kommt der Hornwand nicht nur Schutz-, sondern auch Tragefunktion zu. Auf der Unterseite des Hufbeins  hört diese Lederhaut nicht auf - sie hat nur einen anderen NAMEN bekommen :die Sohlenlederhaut. Mit diesem Decknamen versehen,  produziert die Huflederhaut zwar immer noch hartes Horn,  jedoch lang nicht so hartes wie das der Hornwand, weil die Anforderung, die an dieses Horn gestellt wird, nur mehr im Schutz liegt.  Das Sohlenhorn muss daher  stark genug sein, die darunterliegende hoch-schmerzempfindliche Lederhaut - gleichzeitig ja die Beinhaut des Hufbeins -  vor Verletzungen zu bewahren, da die immer wiederkehrende Hornproduktion vom Zustand des Hufbeins abhängt.

 

Und damit die Fähigkeit des Pferdes LAUFEN zu können.

 

Allein die Tatsache, dass die Hufsohle beim gesunden Pferd nach innen gewölbt ist, müsste sie vor einer falschen Bearbeitung bewahren, da diese natürliche Hufform geradezu mit dem Finger auf die Ur-Aufgabe des Sohlenhorns zeigt und dass ist schützen und nicht tragen - tut sie aber nicht. Auch nicht die Tatsache, dass sich das Sohlenhorn aus oben genannten Gründen sich wesentlich schneller abnutzt als das starke (bzw. stark sein sollende) Horn der Hornwand. Auch nicht die Tatsache, dass es zu einem Durchscheuern der Hornsohle kommen kann.

 

Nichts schützt die Hufsohle vor einer falschen Bearbeitung.

 

Mit Inbrunst wird an ihr herumgeschnitten, bis sie ganz weiss ist - ohne daran zu denken, dass die harte Schicht des Sohlenhorns immer erdfarben, sandfarben, also eher schmutzig ist. Und niemals glatt.

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Diese Darstellung ist eine rein schematische Darstellung - sie soll Ihnen nur vor Augen führen, dass ein Sohle-Weiss-Schneiden

nicht zur Gesundheit des Pferdes beiträgt, sondern

mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Prellung des Hufbeins, zu

Auftreten von Blutergüssen und Lederhautentzündungen.

 

Ein wirklicher Profi würde dies niemals machen.

 

   

Es ist von zentraler Bedeutung, dass SIE sich folgendes vor Augen halten,

wenn sich jemand mit stillem Jauchzer und scharfem Werkzeug an die Sohle Ihres Pferdes heranschleicht:

 

 

MAN KANN ES SO SAGEN:

Zwischen

dem Boden und der Beinhaut des  Hufbeins

ist zum Schutz

nur das SOHLENHORN.

SONST NICHTS.

 

Oder man kann es auch SO sehen:

Das Horn der Hornsohle

wird von der "Sohlenlederhaut" gebildet,

die nichts anderes ist

als die Beinhaut dér unteren Seite des  Hufbeins

 

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Das Ausdünnen der Sohle haben fast alle hufbearbeitenden Berufe in ihrem Programm - warum, ist nicht nachzuvollziehen.

 

Da dem Pferd  nun so gerne die  härteste Sohlenschicht weggenommen wird, hat es anfolgend nicht nur

eine zu dünne, sondern auch eine zu weiche Sohle -

und damit die besten Voraussetzungen für eine Huflederhautentzündung samt Folgeerscheinungen - wie zum Beispiel Hufgeschwüre und anschliessend hohle Wände mit anschliessender Senkung des Hufbeins und so weiter und so weiter.

 

Abgesehen davon:

Die harte Schicht des Horns dient u.a. auch dazu,  gefährlichen Mikroorganismen - seien es jetzt Bakterien, seien es Pilze - vom zersetzbaren Gewebe fernzuhalten. Ist die harte Schicht weg, ist der Schutz weg  - die lieben Kleinen haben ungehindert Zugang ins Hufinnere - samt dem sich dort befindlichen leckeren Hufknorpeln, Sehnen etc.etc.  Hat das Pferd auch noch  einen Flachhuf oder einen Vollhuf, der immer bedingt ist durch das Sinken des Hufbeins  ist dies die Beschleunigung des Ablaufs, der zum Ende führt.

 

Vollhuf aus dem Bilderbuch

 

Wird die Sohle also zum Tragen herangezogen, muss man sich der Tatsache stellen, dass das, was genutzt, auch abgenutzt wird - womit wir wieder bei der Sohlenlederhautentzündung angekommen wären UND

bei der Frage, wozu der Mensch dem Pferd einen Hufschutz geben muss, will er es nutzen.

 

 

Allerdings muss hier auch die von Hufschmieden so gern geübte Praxis der Siliconeinlagen ein wenig hinterfragt werden. Ich kann mir nicht helfen, aber ich bilde mir ein, dass ich Silicon verwendet habe, um meine zugigen Fenster abzudichten. So es sich um den gleichen Grundstoff handelt - der zum Abdichten der Fenster und der für Pferde-Einlagen - ist auch dies eine sinnige Einrichtung. Nicht nur, dass keine Luft dazukommt und sich darunter bereits im Huf wohnende Bakterien sich äusserst wohl fühlen (was sich wohl fühlt, vermehrt sich auch gerne), was zu einer Ausbreitung einer bereits vorhandenen Bakterieninfektion (z.Bsp. Hufgeschwür) auf die Haut des Hufknorpels und damit auf die Hufknorpel selbst führt - 

und wenn es das Silicon ist, das aushärtet, dann ist die Sinnhaftigkeit einer "weichen" Sohleneinlage ernsthaft in Frage gestellt. Auch dieses schmiedetechnische Vorgehen kann zu ernsthaften Folgeschäden führen - und tut es in der Regel auch.

 

 

 

Wenn Sie eine zu weiche oder eine zu dünne Hornsohle haben, ja, da gibts meines Wissens nach nur ein Produkt, mit dem Sie diesen Zustand ändern können - und zwar in relativ kurzer Zeit und das ist das

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ECUS-Öl zur Stärkung empfindlicher Hufsohlen

 

Diese Spezialmischung sorgt nicht nur dafür, dass das Sohlenhorn auf natürlichem Wege nachwächst,

es neutralisiert auch die bereits vorhandenen Fäulnisbakterien und beugt damit Entzündungen vor.

Auf natürliche Art und Weise  - und ohne dass dem Pferd etwas wehtut.

 

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