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SELBSTANALYSE

(eine Plauderseite)

 

 

 

WAS WÄRE WENN - die Überlegungen

 

Um diese Gedankengänge und Überlegungen nachvollziehen zu können, muss ich Sie bitten, "auf Ihre Knie" zu gehen. Wenn Sie etwas länger knien, werden Sie merken, dass Ihnen der Knochen, auf dem Sie knien, bzw. genauer gesagt, dessen unteres Ende - weh zu tun beginnt. Es handelt sich bei diesem Schmerz um einen Druckschmerz, ausgelöst durch die Tatsache, dass zwischen Ihnen (und den Nerven der Beinhaut) und dem harten Boden nichts ist, was diesen Druck mildert.

 

Um diesen Druck zu mildern, stützen Sie sich auf Ihre Hände. Im Normalfal fällt ein Teil des Gewichts auf Ihre Handflächen, in erster Linie auf den gepolsterten Teil davon. 

 

Um die weiterfolgenden Überlegungen zu machen, muss ich Sie bitten "auf Ihren Knien" zu gehen, Ihr Körpergewicht jetzt also zu transportieren. Sie können dies natürlich durch gleichzeitiges Belasten von Händen und Füssen machen - dann würden Sie aber nicht gehen, sondern springen oder hüpfen. Ein Unterschied.  So aber verlagern Sie Ihr Körpergewicht auf eine Hand und einen Fuss - vorne rechts, hinten links, eine Frage des Gleichgewichts - und schupsen sich selbst jetzt auf die andere Hand und das andere Knie. (Je nachdem, von welchem Hinterbein aus Ihr Pferd die jeweilige Aktion startet, geht es im Rechts- bzw. Linksgalopp).

 

Wenn Sie dies eine längere Zeit machen, werden Sie merken, dass Sie eindeutig ein Sohlengänger sind - beobachten Sie Ihre Händflächen, Sie rollen sich ab, alles andere wäre Sport: Ihre Handfläche beginnt eindeutig beim Handgelenk (Ihrem Vorderhandwurzelgelenk), rollt dann über die Mittelhand in Richtung Zehen (Ihre Fingerknochen entsprechen genau dem Fesselbein, dem Kronbein und dem Hufbein). Sie können Ihr Gewicht natürlich (siehe Anmerkung) auf Ihre Fingerspitzen verlagern, aber dies ist eindeutig mit Arbeit, also Kraftaufwand verbunden und nicht natürlich. Des weiteren, dass es nicht Ihre Sache ist, auf 4 Gliedern durchs Zimmer zu wandern - was seinen Grund naturgemäss darin zu suchen hat, dass Sie mit Ihren Händen ja noch was anderes machen wollen, zum Beispiel etwas essen. Und drittens, dass es gar nicht gut tut, wenn das Gewicht auf Knochen-Enden liegt wie auf den Knien Ihrer Beine,  die obendrein nicht geschützt sind.

 

Wenn Sie sich jedoch klugerweise gleich einen Polster - einen Schutz - besorgt haben, würden Sie wahrscheinlich und unter Umständen dagegen protestieren, wenn jemand kommt und ihn Ihnen wegnimmt. 

 

Sollten Sie über etwas gepolsterte Knie verfügen - soll ja vorkommen - dann hätten Sie entschieden etwas dagegen, wenn man Ihnen diesen Schutz wegschneidet.

Es bleibt Ihnen überlassen, durchzudenken, was passiert, wenn Sie diese Knochenenden ununterbrochen so belasten und zwar nicht,  weil Sie es so wollen, sondern weil Sie es müssen. Sie können sich nicht setzen. Sie können sich nicht aufrichten. Sie haben diesbezüglich keine Entscheidungsmöglichkeit. Sie können sich nur ab und an hinlegen.

 

Man muss nur überlegen,  wie lang es dauert, dass steter Druck zur Quetschung führt. Diese Quetschung führt zur Entzündung. Diese Entzündung führt zur Eiterung. Diese Eiterung führt zur Blutvergiftung.

 

Wenn Sie beim Durchdenken bei diesem Punkt angekommen sind, dann denken Sie richtig.

 

Wenn nur alles in diesem Leben so logisch wäre

 

 

Anmerkung:

Sie können natürlich - als sportlicher Typ - versuchen, sich nur auf Ihre Fingerspitzen zu stellen. Eine mühsame Angelegenheit, ausgenommen Sie trainieren Weltmeister im Free-Climbing (Freikletterer) zu werden, dann kann Ihr Mittelfinger - Ihr Mittelfinger! - und damit auch Ihre gesamte Hand diese Aufgabe übernehmen. Ich hörte sogar von Menschen, die so sportlich sind, dass sie Liegestütze auf Ihren Zehen und Ihren Fingerspitzen machen.(Bevor man sich in eine Bergwand hängt - dies machen die Free-Climber (hoffentlich richtig geschrieben) ja auch - und dies nur auf Ihren Fingerspitzen, sollte man dies tunlichst übben, da man ansonsten unter Garantie kein Weltmeister mehr word)

 

Es gehört zwar nicht hierher, aber ist recht interessant. Was machen Sie mit Ihrem Kopf? Nach einer gewissen Zeit wird Ihnen auffallen, dass sich dieser auch nicht von alleine oben hält - dazu hat man Sehnen, Pferd wie Mensch. Beide im Nacken - Sie halten Ihren Kopf automatisch oben. Aber dies geht nur eine Zeitlang. Dann sinkt Ihr Kopf - auch von selbst.

 

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